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Die nächste Generation schwedischer Erfolgs-Startups steht in den Startlöchern

Schweden bietet Startups einen optimalen Nährboden. Dies zeigt die hohe Dichte der international erfolgreichen Startups wie Spotify, Klarna, Soundcloud oder King. Nun soll die nächste Generation an Unternehmen folgen, die es weit bringen könnten.

Spotify, Klarna, Soundcloud oder King: In Schweden ist die Dichte an Unicorns – Startups mit einer Bewertung von mehr als einer Milliarde Dollar – direkt nach dem Silicon Valley am höchsten. Allerdings kommen in Schweden auf 1000 Beschäftigte 20 Startups, verglichen mit nur fünf in den USA. Das skandinavische Land zeigt sich als besonders innovativ und gründerfreundlich. Die Regierung fördert dazu insbesondere die Kooperation der verschiedenen Startups mit Universitäten oder grösseren Unternehmen.

Von den schwedischen Erfolgs-Startups setzen viele auf digitale Geschäftsmodelle. Von diesen ist vor allem Spotify heute allgegenwärtig. Mit mehr als fünf Milliarden Euro Umsatz, beinahe 100 Millionen zahlenden Kunden und knapp 3700 Mitarbeiter ist der Musikstreaming-Anbieter längst kein kleines Unternehmen mehr. Weitere schwedische Erfolgsgeschichten sind Spotify-Konkurrent Soundcloud, der Zahlungsdienstleister Klarna und der App-Entwickler King, Macher des bekannten Handyspiels „Candy Crush“.

Die Wurzeln der lebhaften schwedischen Digitalwirtschaft reichen zurück bis in die in die erste Hälfte der 90er-Jahre, als sich Schweden von einer schweren Bankenkrise erholte. Zu dieser Zeit setzte die Regierung viele gründerfreundliche Reformmassnahmen um. So wurden etwa die Unternehmenssteuern gesenkt, kleinere Unternehmen entlastet und der Markt für ausländische Unternehmen weiter geöffnet. Neben diesen eher gewöhnlichen Massnahmen wurden aber auch Steuervergünstigungen für den Erwerb von Computern eingeführt und bereits früh in den Ausbau schneller Internetverbindungen investiert. Dadurch wurde schwedischen Unternehmen ein deutlicher Zeitvorsprung in dieser bahnbrechenden Technologie ermöglicht und dies zu einer Zeit, in der die Verbreitung des Internets erst ihren Anfang nahm.

Das Wirtschaftsumfeld, die platten Organisationsstrukturen und die informelle Geschäftskultur stärken das schwedische Entrepreneurship und die Zusammenarbeit zwischen kleinen und grossen Unternehmen, aus der Innovation entstehen kann. Ein weiterer, aber gewichtiger Grund für die Gründerfreundlichkeit Schwedens findet sich in der aufgeschlossenen, technikaffinen und kollaborativen Mentalität der Schweden. Ausgelebt wird diese Mentalität in den sogenannten Science Parks, wo Unternehmen, Start-ups, Universitäten und Kommunen zusammenkommen. In diesen Talentschmieden arbeiten bereits 400 Unternehmen mit 7000 Unternehmen. Hier soll mit reichlich Unterstützung von Regierung und Universitäten die nächste Generation schwedischer Erfolgs-Startups folgen. An spannenden Ideen fehlt es an solchen Orten nicht, aber nur ein paar wenige Unternehmen werden es wohl ganz weit bringen. Zu den möglichen Kandidaten gehören etwa CorPower Ocean, Epishine, Northvolt oder Agricam.

CorPower Ocean

Das Stockholmer Startup möchte mithilfe von Wellen Energie gewinnen. Die Funktionsweise lässt sich mit dem Pumpprinzip des menschlichen Herzens vergleichen. Dazu arbeitet das Unternehmen am Prototyp einer Boje von beachtlicher Grösse. Diese soll als hochwirksames Wellenkraftwerk die Energieerzeugung und Bewegung einer eintreffenden Welle erheblich verstärken und in Energie umwandeln. Noch befindet sich das Projekt in der Testphase. Die Vision von CorPower Ocean sind Bojen-Parks nach dem Vorbild der jetzigen Windräder-Offshore-Parks. Dazu muss aber noch das Interesse der grossen Energieerzeuger geweckt werden.

Epishine

Die Energie der Sonne speichern, das ist die Idee von Epishine. Anders als bei bekannten Konzepten soll die Energie einer Solaranlage aber nicht auf einen Batteriespeicher transferiert werden, sondern auf einen Streifen, der an einen alten, breiten Filmstreifen erinnert.  Es handelt sich dabei um aneinandergereihte OLED-Zellen, welche auch in Smartphones und Fernsehern verwendet werden. Die vollkommen organischen Streifen sollen mit einer Maschine gedruckt werden, die auf einer alten Zeitungsdruckmaschine basiert. In einem ersten Schritt möchte Epishine Batterien von Geräten wie Smartphones durch die OLED-Streifen ersetzen. Diese könnten sich etwa auf der Rückseite eines Geräts befinden und sogar künstliches Licht im Büro oder Schlafzimmer zum Laden des Smartphones verwenden. Als weitere, zukünftige Verwendungsmöglichkeiten nennt Epishine die Beschichtung von Dachziegeln, Fenstern oder gar Segeln.

Northvolt

Northvolt setzt hingegen auf Batterien. Im nordschwedischen Skellefteå soll die grösste Batteriezellenfabrik Europas entstehen. CEO, Gründer und Ex-Tesla-Manager Peter Carlsson benötigt für die erste Bauphase 1,6 Milliarden Euro bis Mitte des Jahres. „Es sieht gut aus, dass wir die Runde im späten Frühling oder Frühsommer erfolgreich abschließen“, so Carlsson. Die Fabrik soll eine jährliche Kapazität von 16 Gigawattstunden haben. „Damit wären wir in der Lage jedes Jahr Batterien für 250‘000 bis 300‘000 Elektroautos zu produzieren. Für diese Kapazität sind wir beinahe ausgebucht mit Aufträgen von Kunden, mit denen wir Vereinbarungen geschlossen haben“, sagt Carlsson. Northvolt erwartet, dass 2030 mindestens 10 Batterien-Megafactories in Europa geben wird und hofft, dass davon vielleicht drei von Northvolt sein werden. Da zurzeit viele asiatische Hersteller von Batterien wie LG, Samsung, CATL oder SK Innovation in den europäischen Markt drängen, wurde ausserdem die „European Battery Union“ gegründet, die Northvolt gemeinsam mit VW leiten wird.

Agricam

Ellinor Eineren vom Startup Agricam hat sich der Bekämpfung von Mastitis verschrieben. So lautet der Name einer häufig auftretenden Krankheit bei Milchkühen, bei welcher sich das Euter entzündet. Die einzige Behandlung ist das Verabreichen von Antibiotika, das sich negativ auf das Tier selbst, aber auch auf das Fleisch und die Milch, auswirkt. Für die betroffenen Bauern bringt Mastitis nicht selten grosse Umsatzeinbussen mit sich und im schlimmsten Fall sogar den Verlust der Tiere. Agricam hat nun eine Wärmebildkamera entwickelt, die in der Lage sein soll, die Erkrankung vier Tage vor dem Ausbruch zu entdecken. Dazu wird die Kamera im Stall dort angebracht, wo die Kühe häufig vorbeilaufen. Durch einen zusätzlichen, implantierten Chip können Daten über sie gesammelt und Datenabweichungen erkannt werden. So kann der Krankenstand der Kühe von 23 % auf 6 % reduziert werden.

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