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Ich, der Gründer. Oder vielleicht: Ich, der Nachfolger?

Als die drei kalifornischen Jungs Steve Jobs, Steve Wozniak und Ron Wayne im Jahr 1976 ihre Garagenfirma gründeten, haben sie wohl nicht damit gerechnet, dass «ihr» Apple zum weltweit wertvollsten Unternehmen werden würde. Als die beiden Stanford-Absolventen Larry Page und Sergey Brin 1998 – ebenfalls in einer Garage – Google gründeten, haben sie wohl auch nicht damit gerechnet, dass ihre Suchmaschine zum zweitwertvollsten Unternehmen global werden würde. Und als der Informatiker Jeff Bezos 1994 in seiner Garage eine Online-Buchhandlung ins Leben rief, rechnete er wohl schon gar nicht damit, dass «sein» Amazon einmal zum drittwertvollsten Unternehmen weltweit werden würde.

Apple. Google. Amazon. Aber auch Facebook, Uber und Spotify. Oder hierzulande die Schuhe von On Running, die Brillen von VIU EYEWEAR oder die Fruchtbarkeitsarmbänder von Ava. Grosse Ideen, gestartet in kleinen Garagen und Dachgeschossen, lassen uns Junge träumen. Von eigener unternehmerischer Freiheit, von eigenem Ruhm, und von eigener finanzieller Sicherheit.

Will ich Start-up-Gründer oder Unternehmensnachfolger sein?

Als Studienabgänger stehen uns heute viele Türen offen – wir sind gesucht. Bei Banken, in der Industrie, oder auch bei Beratungsfirmen. Viele versuchen sich jedoch als Gründer eines Start-ups, und weitere – aber wenige, übernehmen eine bestehende Firma. Doch weshalb diese grosse Schere zwischen Gründern und Nachfolgern? Und wie kann diese Schere – speziell in Anbetracht der fast 80’000 Schweizer KMUs, die bis 2021 auf Nachfolger angewiesen sind – geschlossen werden? Dass Studienabgänger lieber gründen statt übernehmen möchten, ist aus meiner Perspektive auf verschiedene Treiber zurückzuführen.

Erstens ist vielen Studienabgängern gar nicht bewusst, dass sich in der Schweizer KMU-Landschaft Hunderte Unternehmen befinden, die übernommen werden sollen. Die Presse berichtet über Erfolgsgeschichten von Garagenfirmen, über kometenhafte Aufstiege von Universitätsprojekten und über Jungunternehmer, die bis an ihr Lebensende ausgesorgt haben. Von Aarau bis Zürich finden «Startup Nights», «Entrepreneurial Days» und «Innovation Circles» statt, die erfolgreichsten Jungunternehmer erhalten «Awards», «Venture Capital» und «Donations.» Haben Sie schon einmal von einem «Tag der Firmenübernahmen» oder einer Preisverleihung für den besten Nachfolger gehört?

Zweitens sind wir jung. Und als junge Männer und Frauen bevorzugen wir junge – neue – Firmen. Firmen, die wir selbst gestalten können. Als Start-up-Gründer bist du «hip», du wirkst dynamisch und progressiv. Wer möchte schon von einem Unternehmer, der vor der Pension steht, eine statische und verstaubte Firma übernehmen, wenn wir die Möglichkeit haben, mit gleichaltrigen Kollegen unsere eigenen Ideen umzusetzen?

Drittens sind mit einer Unternehmensübernahme erhebliche Aufwände und Risiken verbunden. Wie sollen wir beispielsweise die Übernahmefinanzierung für ein bestehendes Unternehmen stemmen können? Als Studienabgänger unmöglich – was dazu führt, dass der aktuelle Inhaber wohl zumindest Teilhaber bleibt und Mühe haben wird, uns machen zu lassen… Ebenfalls Mühe haben werden die Mitarbeitenden der Firma, die von einen Tag auf den anderen mit einem neuen, jungen Vorgesetzten zusammenarbeiten müssen.

Nicht zuletzt ist eine Unternehmensübernahme auch ein Karriererisiko: Ein Start-up gründen, das langfristig nicht erfolgreich positioniert werden kann? Kein Problem – kann jedem passieren. Aber eine bestehende, funktionierende Firma an die Wand fahren? Nein danke – da kann ich mir einen besseren Leistungsausweis vorstellen.

Wie werden Studienabgänger für Nachfolgelösungen motiviert?

Um junge Studienabgänger für Unternehmensnachfolgen zu begeistern, sind verschiedene Massnahmen nötig. So müssen Themen wie Übernahmefinanzierungen oder die Suche nach passenden Objekten in der Ausbildung aktiver vermittelt werden. Weiter sollen Nachfolger in der Öffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit und Wertschätzung erfahren. Schliesslich sind auch die Vorteile einer Übernahme ins Bewusstsein zu rücken – Firmenstrukturen existieren, Mitarbeitende sind eingespielt, Kundenströme und Erträge bestehen und die Firma ist bereits in der Branche anerkannt. So müssen wir das Haus nicht auf der grünen Wiese bauen, mit dem Risiko, dass uns nach dem Keller die Luft ausgeht, sondern wir können das Haus renovieren: Schritt für Schritt und nach unserem eigenen Geschmack.

Es bleibt zu hoffen, dass sich die kommenden Generationen von Studienabgängern für Unternehmensnachfolgen begeistern lassen. Deshalb: Liebe Unternehmer, die ihr auf der Suche nach Nachfolgern seid: Schliesst euch zusammen, organisiert Anlässe, sprecht darüber und lasst euch bei der Strukturierung der Übernahmefinanzierung von swisspeers unterstützen!

Und übrigens: Auch als Nachfolger darf man Weiterentwicklungsprojekte für die Firma in der Garage starten. Und träumen. Von eigener unternehmerischer Freiheit, von eigenem Ruhm, und von eigener finanzieller Sicherheit.

Dieser Beitrag ist auf dem Schweizer Crowdfunding & Crowdlending Blog swisspeers erschienen: Zum Blogbericht

 

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