Gründen ist eine Wette, aber Sie können die Quote verbessern
Von den Herausforderungen meines Vaters über eine Abholstation bei der MIGROS bis zur eigenen GmbH in Luzern: Was mich 25 Jahre Gründen gelehrt haben. Und warum niemand allein gründen sollte.
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Unternehmertum liegt bei uns in der Familie. Mein Grossvater baute Strassen, mein Vater über Jahrzehnte Häuser. Von ihm habe ich das Gründen im Blut. Und von ihm habe ich früh gelernt, dass zum Unternehmertum auch schwierige Phasen gehören. Er stand im Lauf der Jahre vor sehr kritischen Herausforderungen, die er meistern musste. Das hat mich geprägt und in mir früh die Frage geweckt, wie man ein Unternehmen idealerweise navigiert und schwierige Situationen möglichst vermeidet.
Die Antwort habe ich mein Leben lang gesucht. Ich habe BWL mit Schwerpunkt Entrepreneurship und Produktentwicklung an der TU München studiert und danach acht Jahre mein eigenes Startup aufgebaut: emmasbox, automatisierte Abholstationen für den Handel. Wir haben über 4 Millionen Euro Risikokapital eingesammelt, über die Zeit mehr als 6 Millionen Euro Umsatz gemacht und Pilotstationen bei einigen der grössten Händler Europas installiert, auch bei der Migros hier in der Schweiz. Wer heute an einer PickMup Abholstation seine Einkäufe holt, nutzt einen Service, dessen Fundament wir damals mitgelegt haben. Betrieben wird er längst von anderen, denn ich bin vor Jahren ausgestiegen. Und trotzdem steht er da draussen, jeden Tag im Einsatz.
Warum ich Ihnen das erzähle? Weil in dieser Geschichte fast alle Fehler stecken, die ich später bei anderen Gründern wiedergesehen habe. Und einige, die ich heute helfe zu vermeiden.
Der häufigste Denkfehler: Die Lösung sucht das Problem
Die meisten Startups, ich damals eingeschlossen, haben zuerst eine tolle Lösung und suchen dann das passende Problem dazu. Der richtige Weg ist genau umgekehrt. Schauen Sie zuerst auf die echten Schmerzpunkte Ihrer Zielgruppe und leiten Sie daraus die beste Lösung ab. Ihre eigene Idee kann die richtige sein, muss es aber nicht. Genau dafür gibt es Prototypen, Minimum Viable Products und die frühe Seed-Phase. So finden Sie mit überschaubarem Aufwand heraus, ob Lösung und Problem wirklich zusammenpassen, bevor Sie Jahre und Kapital investieren.
Die zweite Falle: Verzetteln
Ich kenne das gut. Man feilt am Logo, das noch nicht perfekt ist, und macht die Dinge, die einem Spass machen, während die wirklich geschäftskritischen Themen liegen bleiben. Als Generalist ist das für mich eine besondere Versuchung. Ich interessiere mich für fast alles und arbeite mich schnell in neue Themen ein. Das sorgt für eine steile Lernkurve, kostet aber auch Fokus und Zeit, die einer Gründung an anderer Stelle fehlen.
Die dritte Frage: Wer deckt was ab?
Ein starkes Gründerteam deckt die wesentlichen Rollen ab. Es braucht jemanden, der im Vertrieb stark ist und den Weg zu den Kunden sucht, meist der CEO, das Gesicht des Startups. Es braucht jemanden, der die Finanzen im Blick behält. Kein Businessplan trifft je genau so ein, wie er auf dem Papier steht. Aber Sie brauchen eine belastbare Idee davon, welche Kosten über die Monate entstehen, wie Sie sie decken und welcher Preispunkt Ihr Unternehmen möglichst schnell in die Profitabilität bringt. Und es braucht die Kraft, das Produkt tatsächlich umzusetzen, also Full-Stack-Entwickler bei Software und Ingenieure bei Hardware. Schauen Sie ehrlich hin: Was deckt Ihr Team ab, was fehlt? Alles, was nicht zum Kern gehört, würde ich früh nach aussen vergeben.
Fokus auf das Wesentliche, den Rest geben Sie an Profis ab
Genau diese Lektion habe ich dieses Jahr gleich selbst wieder angewendet. Als ich im April in die Schweiz gezogen bin, stand die alte Frage neu im Raum: Wie und wo gründe ich mein Unternehmen? Ich hätte mich jetzt intensiv in Statuten und rechtliche Themen einarbeiten, mir überlegen können, wie eine Lohnabrechnung funktioniert, und mir Treuhänder und Notar einzeln zusammensuchen können. Aber genau das wollte ich nicht. Mir war klar: Das gebe ich an Profis ab. Ich bin froh, dass ich dabei auf Startups.ch gestossen bin. Sie haben mir den ganzen Gründungsprozess effizient und professionell abgenommen, und innerhalb von zwei Wochen stand meine GmbH und ich konnte starten. Das ist der Punkt: Verzetteln Sie sich nicht mit dem, was andere schneller und besser können. Legen Sie Ihren Fokus auf die richtigen Dinge und geben Sie den Rest an die richtigen Partner.
Warum ich heute vor allem Geschäftsführer und Führungskräfte begleite
Aus familiären Gründen bin ich von Deutschland in die Schweiz gezogen, und hier begleite ich heute vor allem Geschäftsführer und Führungskräfte bei ihren täglichen Herausforderungen. Ich berate nicht nur, sondern packe bei Themen, die ich selbst beherrsche, aktiv mit an. Und wo es sinnvoll ist, hole ich Expertinnen und Experten aus meinem Netzwerk dazu. Dieselbe Erfahrung stelle ich bewusst auch Gründerinnen und Gründern zur Verfügung, denn die Fehler, die am Anfang gemacht werden, sind oft dieselben, die später viel Geld und Nerven kosten. Wer früh jemanden an seiner Seite hat, der schon durch mehrere Zyklen gegangen ist, spart sich einen Teil des Lehrgeldes.
Warum ein Sparringpartner den Unterschied macht
Gründen bleibt eine Wette darauf, ob ein Produkt am Markt seinen Platz findet. Diese Unsicherheit nimmt Ihnen niemand ab. Aber vieles lässt sich besser einordnen, weil es methodisch und wissenschaftlich fundiert ist. Was mir auf meiner ganzen Reise geholfen hat und manchmal gefehlt hat, war ein Sparringpartner. Jemand, der mit etwas Distanz auf mein Handeln schaut und mir hilft, die richtigen Prioritäten zu setzen. Nicht jemand, der von oben herab berät, sondern jemand, der die richtigen Fragen stellt und im richtigen Moment die richtigen Impulse gibt.
Meine erste Gründerin in der Schweiz kam über Startups.ch zu mir. Sie baut ein ganzheitliches Gesundheits-Coaching-Konzept auf und bringt in ihrem Fach eine enorme Expertise mit. Nur der betriebswirtschaftliche Teil fehlte. Genau den schliessen wir gemeinsam. Wir haben ihre Zielgruppe geschärft, zügig eine Landingpage für erste Sichtbarkeit aufgesetzt und einen 24-Monats-Finanzplan mit allen Variablen gebaut, damit klar wird, welcher Preis der richtige ist und ab wann sich das Geschäft trägt. Aus einem einzelnen Gespräch ist eine intensive, regelmässige Zusammenarbeit geworden, ein echtes Gründer-Sparring.
Wenn ich eines in 25 Jahren gelernt habe, dann das: Eine gute Idee ist der Anfang, nicht die Garantie. Den Unterschied macht, ob Sie fokussiert die richtigen Schritte gehen und ob Sie jemanden an Ihrer Seite haben, der mit Ihnen hinschaut. Wenn Sie in der Schweiz gründen, machen Sie es sich nicht unnötig schwer. Den Gründungsprozess selbst geben Sie am besten an Profis wie Startups.ch ab. Und für alles, was danach kommt, sprechen wir am besten miteinander, bevor Sie die Wette eingehen.
Ihr nächster Schritt
Sie gründen gerade oder planen es? Wenn Sie sich einen Sparringpartner an Ihrer Seite wünschen, melden Sie sich gern bei mir. Ich bin Rüdiger H. Peter, sparrinc GmbH in Luzern. Ein erstes Kennenlernen ist kostenlos: Buchen Sie Ihr unverbindliches Erstgespräch unter sparrinc.ch/gruenderinnen.
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